Abenteuer vom Hüpfonauten


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(Übrigens: auch sehr gut geeignet als Gute-Nacht-Geschichte)

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Die Geschichte vom Hüpfonauten auf HüpfMania

 

Kapitel 1
„Aufbruch zu den Sternen”

 

Es war ein herrlicher Sommertag, als sich die 9 Hüpfonauten auf ihren Weg zu ihren Raumschiffen machten.

Der Himmel war blau und es gab nur einige schneeweiße Wolken, die wie riesige Pferde aussahen. Ein gutes Zeichen, dachten sich die Hüpfonauten als sie durch die Menge schritten die links und rechts des Weges standen und ihnen voller Freude winkten.

 

Die 9 Hüpfonauten sind Mitglieder des Internationalen Hüpfonautenprogramms,  die in den letzten 5 Jahren die härteste und schwerste Ausbildung durchlaufen haben, um für ihre Reise zu den Sternen vorbereitet zu sein.
Diese 9 Hüpfonauten sind die mutigsten und besten Piloten, die auf der ganzen Welt zu finden waren.

Die besten Wissenschaftler aller Länder haben hart daran gearbeitet, diese Mission vorzubereiten. Sie haben Raumschiffe gebaut die so besonders sind, dass es nur diese 9 gibt, die an diesem herrlichen Tag in der Sonne glänzen.

 

Nur diese 9 Raumschiffe, und für diese haben alle Länder der Welt zusammen gearbeitet, wertvolle Bodenschätze zusammengetragen und den besten Stahl geschmiedet, den man bekommen kann – es gibt keinen zweiten Versuch für diese Mission. Alles muss beim ersten Versuch klappen und dafür wurden die furchtlosesten Kommandanten gesucht die man finden konnte.

Die gesamte Hoffnung der Welt und aller Menschen liegt auf den Schultern dieser 9 wagemutigen, jungen Piloten und ihrer Mission.

 

Doch nicht nur die Raumschiffe sind besonders, das größte Geheimnis steckt in den Raumanzügen der Hüpfonauten. So haben sie keine Batterien die sich aufbrauchen und leer werden, sondern sie verfügen über eine völlig neue Erfindung die Energie durch Hüpfen erzeugt. Wann immer im Inneren des Anzugs die Energie niedrig ist muss der Hüpfonaut nur hüpfen um neue Energie zu erzeugen und alle Reserven wieder aufzuladen.

Dieser besondere Anzug ist auch sehr wichtig, er ist Schutz und Versorgung für die Hüpfonauten. Er kann Wasser zum Trinken aus der Luft bereiten, ja sogar Nahrung aus dem Licht der Sonne kann er erstellen und das spezielle Material kann den Hüpfonauten vor allen Strahlungen und Gefahren wie ein wasserdichter Schuh vor Regen schützen.

Klar, dass von diesen besonderen Anzügen und solch außergewöhnlichen Raumschiffen nicht mehr als 9 gebaut werden konnten.

 

Damit die Hüpfonauten auf ihrem langen und gefährlichen Weg nicht so alleine sind, hat jeder Hüpfonaut ein besonderes Tier als Copilot und treuen Begleiter bei sich.
Es sind nicht irgendwelche Tiere, sondern ganz besondere und intelligente Tiere.

Sie haben zusammen mit den Hüpfonauten das Trainingsprogramm durchlaufen und haben sich angefreundet, verstehen sich blind und die Verbindung zwischen jedem Hüpfonauten und seinem tierischen Begleiter ist so eng, dass keiner mehr ohne den anderen sein will.

Tiere haben die spezielle Gabe, Dinge zu spüren, die ein Mensch nicht sofort sehen oder verstehen kann. Diese Fähigkeit soll den Hüpfonauten helfen, alle Abenteuer die da draußen auf sie warten gemeinsam zu bestehen.
Im Helm des Hüpfonauten ist ein kleines Gerät eingebaut, dass dem Hüpfonauten die Sprache der Tiere übersetzt und umgekehrt – so können sich die beiden noch besser verstehen als nur durch Zeichensprache und Blicke.
Sich gegenseitig verstehen ist enorm wichtig auf ihrer langen Reise.

Die Tiere der Hüpfonauten sind so unterschiedlich wie alle Hüpfonauten selbst.
Einige sind groß und stark, andere klein und schnell.

 

Unser Hüpfonaut mit der Nummer 3 hat einen Känguruh-Hasen bei sich.
Ihr Name ist Holly. Holly ist zwar nur 1Meter hoch aber sie ist das schlauste aller Tiere auf dieser Mission und sie ist ungeheuer mutig.
Durch ihre ganz spezielle Gestalt ist sie besonders schnell und mit ihren Känguruh-Hasen-Beinen kann sie wahnsinnig hoch und weit hüpfen. Ein kräftiger, weiter Sprung von Holly kann so viel Energie erzeugen, um einen Fernseher einzuschalten und über eine Stunde laufen zu lassen.

 

Mutig und voller Abenteuerlust laufen die beiden nebeneinander auf ihr Raumschiff zu. Es strahlt in der Sonne und die Wolken am Himmel spiegeln sich im goldenen Stahl.

“Es ist so wahnsinnig groß” sagt der Hüpfonaut Nr.3 zu Holly.
“Ja, und es wird unser Zuhause für die vielen Abenteuer die jetzt vor uns liegen”, antwortet Holly.

 

Die Mission der Hüpfonauten ist schwierig und trotzdem mit wenigen Worten leicht zu erklären.
Sie sollen die Geheimnisse des Weltraums entdecken und den Schlüssel finden, wie unsere Welt besser werden kann.
Nach diesem Schlüssel sucht die Menschheit seit Beginn der Zeitrechnung und nun legt sie alle Hoffnung in diese 9 Hüpfonauten und ihre tierischen Begleiter.

Als Holly und der Hüpfonaut Nr.3 ihr Raumschiff betreten ist es Mittag und die Sonne steht an ihrem höchsten Punkt.
Der Hüpfonaut schaut rüber zu Holly und sagt mit tiefer Stimme:

“Nun kann unser Abenteuer beginnen. Das wird unser Aufbruch zu den Sternen”
Holly schaut zum Hüpfonauten und nickt mit einem Lächeln. 

 

Kapitel 2
„Wir starten!”

Die schwere runde Eingangsluke knarrt und kracht als der Hüpfonaut sie öffnet.

Ein lautes Zischen ist zu hören, als der Hüpfonaut den schweren Riegel auf die Seite schiebt und die Luft nach außen strömt.

Holly betritt als erste das Cockpit und setzt sich auf ihren bequemen und flauschigen Co-Piloten-Platz. Sie scheint fast darin zu versinken, so weich und flauschig ist er.
Der Hüpfonaut schliesst währenddessen die schwere Stahltür.

Einmal geschlossen lässt sie sich ab jetzt nur noch von innen öffnen, so sind beide geschützt gegen alle Bedrohungen, die da draußen im dunklen Weltraum auf sie warten.

Ihr Cockpit ist sehr gemütlich eingerichtet und es fehlt ihnen an nichts.

Die Wände um sie herum sind weich wie im Inneren einer Hüpfburg – alles ist mit Luftpolstern ausgelegt. So können sie sich nicht verletzten, sollte der Flug mal turbulent werden oder sie auf einen Planeten abstürzen.

 

Das Cockpit ist der größte Raum in ihrem Raumschiff und er befindet sich an der obersten Spitze. Vor ihnen ist ein riesiges Fenster, doch eigentlich ist es kein richtiges Fenster, sondern ein Fernseher. Ein Fernseher, der so groß ist wie 10 Wohnzimmerfernseher zuhause. Er zeigt alles was draußen passiert – und Holly kann von ihrem Platz das Bild wechseln. Sie kann auf dem Bildschirm zeigen was gerade vor ihnen passiert – so als würden sie aus einem Fenster blicken – als auch was hinter ihnen passiert, ohne dass sie den Kopf drehen müssten.

“Alles klar Holly, und nun bereite alles für unseren Start vor” ruft der Hüpfonaut von der Tür rüber zu Holly. “Aye, aye Captain”, antwortet sie und überprüft nochmal alle Anzeigen und Geräte auf dem riesigen Schaltpult mit den unzählig vielen Schaltern, Knöpfen und Blinklichtern vor ihr. Sie werden alle Energie für ihren Start brauchen, denn je mehr Kraft sie beim Start einsetzen, umso schneller kommen sie weit, weit in den Weltraum hinein – und es wird ihnen eine sehr lange Reise bevorstehen.

Vorsichtshalber will Holly noch einen Kontrollsprung machen, um zu testen ob die Energie von ihrem Sprung auch richtig in die Energiezentrale des Raumschiffs geleitet wird.

Sie stellt sich neben ihren Stuhl, geht tief in die Knie, atmet aus und spannt alle Muskeln an. Mit einem Satz springt sie vom Cockpit durch die gegenüberliegende Tür, die direkt in die Schlafzimmer der Piloten führt – mit einem mächtigen Satz von mindestens 20 Metern.

Das ist Hollys Spezialität, denn niemand kann weiter und höher springen als sie.

 

Das war schon immer so, selbst früher als sie noch ganz klein war konnte sie springen und hüpfen wie kein Anderer. Damals haben die Leute noch den Kopf geschüttelt wenn Holly wild durch die Gegend gehoppelt ist. “Nicht so wild!” bekam sie dann immer zu hören. Oder man sagte zu ihr “Holly, was soll nur aus dir werden wenn du so unbeherrscht bist…”.

Damals hat sie es einfach geliebt den Wind zu spüren, der durch ihr Fell streichelte wenn sie so schnell vorwärts hüpfte. Sie mochte das Gefühl wenn ihre Ohren wedelten und es ihr vorkam als wäre sie schneller als der Wind.

Heute hat sie die mahnenden Worte fast vergessen, denn sie ist jetzt eine der besten Co-Pilotinnen der Welt – auf einer der wichtigsten Missionen.

Ihre ganze Familie ist wahnsinnig stolz auf sie und sie haben alle Zeitungsausschnitte über ihr kleines Mädchen gesammelt.

Holly war immer etwas anders als andere Kinder in ihrer Umgebung.

Schon damals träumte sie von den Sternen, und wenn es dunkel war legte sie sich ins Gras und blickte hinauf zu den unzähligen Lichtern am Himmel. Sie fragte sich, ob irgendwo da oben nun auch ein kleines Mädchen im Gras lag, genau in diesem Moment hinauf zu den Sternen blickte und sich die gleiche Frage stellte – und vielleicht sah sie das winzig kleine Funkeln des Lichts von Hollys Stern.

Dieser Gedanke hat Holly nie ganz losgelassen – und heute steht sie nun am Eingang in diesen unendlich großen Weltraum, um herauszufinden ob da draußen noch ein kleines Mädchen ist.

Hollys Mama und Papa waren so unterschiedlich wie man nicht unterschiedlicher sein könnte. Ihre Mama war eine sehr große wunderschöne und flauschige Häsin.

Ihr Papa war ein starkes, kräftiges und mutiges Känguruh.

Darum war Holly auch so einzigartig, weil es nirgendwo auf der Welt ein ähnliches Wesen gab wie sie. Damals, als Holly noch klein war, machte sie das traurig weil sie so anders war.

Manchmal lachten die Kinder über sie in der Schule, denn für eine Häsin war sie einfach viel zu groß und stark und für ein Känguruh war sie zu klein und flauschig. Egal wie man es sah, überall fühlte sich Holly fehl am Platz und missverstanden – doch wenn sie rannte und hüpfte war sie frei. Und schneller und besser als alle anderen hatte sie ihre Stärke gefunden – und weil sie darin so gut war, durfte sie nun an einer noch nie dagewesenen Abenteuerreise teilnehmen.

 

Als Holly so darüber nachdenkt, muss sie lächeln – denn jetzt war alles genau richtig, so wie es war. Sie schaut auf ihren Anzug, auf die Stelle an ihrem rechten Knie, dort wo die Energieanzeige eingebaut ist. Sie leuchtet grün – mit ihrem gewaltigen Sprung hat sie alle Energie bis aufs Maximum aufgeladen und nun kann ihre Reise endlich beginnen.

“Captain, ich bin bereit wenn du es bist”, rief Holly hinüber zum Hüpfonauten Nr.3.

Gemeinsam setzen sie sich in ihr Cockpit – Holly links und der Hüpfonaut rechts.

Sie lassen sich in ihren weichen, riesigen Stuhl versinken, der sie bei allen Turbulenzen die der Start für sie bereit hält beschützt. Sie legen sich ihre Sicherheitsgurte an und schauen sich noch einmal tief in die Augen. Der Hüpfonaut nickt zufrieden, als sie beide gleichzeitig ihren Helm aufsetzen und ihn schliessen. Das ist Vorschrift beim Start, falls es Komplikationen gibt und sie sich aus der Kapsel schießen müssen.

 

Holly drückt zielstrebig einige Knöpfe und alle Anzeigen und Monitore zeigen grüne Lichter. Vor ihnen auf dem riesigen Bildschirm sehen sie den Himmel über ihnen. So schön blau. Der Hüpfonaut fragt Holly: “alles bereit für den Start?”, und Holly nickt zustimmend.

Dann legt der Hüpfonaut seine Hand auf einen Hebel vor ihm und beginnt von 10 rückwärts zu zählen – “10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1” – dann schiebt er den Hebel nach vorn. Sofort beginnt ein ohrenbetäubendes Rauschen und Zischen. So als ob der Wasserhahn an der Badewanne aufgedreht ist – nur  tausendmal lauter. Das ganze Raumschiff beginnt zu wackeln und zu zittern – es rumpelt und schaukelt. Als die Zündung einsetzt gibt es einen lauten Knall und für kurze Zeit ist es, als würden sie schweben – bis der Schub sie in der nächsten Sekunde tief in ihre Sitze drückt. Das Raumschiff beschleunigt so stark, dass die kleine Holly fast vollständig in ihrem großen Flausch-Sitz verschwindet. Es fühlt sich an wie eine Fahrt auf einer sehr, sehr großen Achterbahn, wie in dem Moment wenn die Wagen von der höchsten Stelle in die Tiefe rauschen.
Nur anders als bei der Achterbahn, wo nach kurzer Zeit das Gefühl der Geschwindigkeit endet, wenn man unten angekommen ist, wird es hier immer stärker und immer schneller und noch schneller und schneller.

Langsam wird das Blau des Himmels über ihnen immer blauer und dunkler. Die letzten Wolken verschwinden und der Himmel verwandelt sich in eine immer dunkler werdende blaue Masse, bis er bald schwarz wird und sie die Sterne sehen können.

Auf einmal, ganz plötzlich und mit einem Ruck endet der Schub und das Gefühl in den Sitz gedrückt zu werden. Holly kann sich aus ihren großen Kissen wieder nach vorne bewegen und blickt auf den Bildschirm vor sich.

“Hui, sieht das schön aus.”, sagt sie zum Hüpfonauten, und der antwortet: “Ja Holly, aber das Beste liegt jetzt noch vor uns…”

 

— Fortsetzung folgt –….